In rund zwei Monaten wird Paul, einer meiner Arbeitskollegen umziehen. Er kann einige Möbel nicht mit in die neue Wohnung nehmen, weshalb wir letzte Woche mit drei weiteren Freunden in ein Möbellager in unserer Nähe gefahren sind. Es befindet sich in einem Industriegebiet. Direkt gegenüber liegt ein großes Autohaus, und den Parkplatz teilt es sich mit einem Blumengroßhändler samt Gärtnerei und einem Lebensmittelgroßhandel.
Wir stürzten uns also zu fünft in das größte Möbellager, das ungewöhnlich voll war. Leute trugen Lampen, lagen auf Betten oder begutachteten Schränke. Das Lager war sehr weiträumig ausgelegt, gut beleuchtet und viel Grünzeug, also Blumen und Pflanzen, sollte eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Es gelang ihnen nicht wirklich. Einige der Sträucher welkten bereits, ich fragte mich, wie selten ein Mitarbeiter die Blumen gießt. Vielleicht wurden auch einfach beim Floristen nebenan in regelmäßigen Abständen neue Blumen geordert.
Wir ließen uns von dem großen Wirrwarr nicht aufhalten und hielten zuerst auf die Küchen-Abteilung zu. Dort gab es komplette Küchen ebenso wie Kühlschränke und andere Geräte. Um die Küchen etwas liebevoller erscheinen zu lassen, hat man hier ebenfalls nicht mit Pflanzen gespart.
Wahrscheinlich hat das Möbellager einen Vertrag mit einem Blumenhändler abgeschlossen. Unser Freund benötigte allerdings nur einen neuen Hängeschrank, weshalb wir schnell in dieser Abteilung fertig waren.
Für das Bad, unser nächster Stopp, holte er sich dann eine Waschmaschine und einen neuen Duschkopf. Auch in dieser Abteilung ist mir wieder die Dekoration aufgefallen. Diesmal gab es allerhand an Blumen, besonders beliebt waren interessanterweise Sonnenblumen.
Danach sollten wir dann ein geeignetes Sofa finden. Doch keines der Modelle schien jedem von uns zu gefallen. Wir haben fast einen riesengroßen Streit angezettelt, doch David konnte die Situation beruhigen. Es wurde kein Sofa genommen.
Zum Schluss wollte Felix noch ein paar Pflanzen für seine neue Wohnung haben. Für diese gingen wir in das nebenan liegende Blumenfachgeschäft. Dort gab es allerhand an Blumen, Zierpflanzen aber auch künstliche Pflanzen. Und da Felix nicht zu viel Aufwand wollte, hat er sich künstliche Pflanzen geholt und all die Tulpen, Orchideen, Rosen und die anderen Blumen beiseite gelassen.